Prostatakrebs
Abklärung & Behandlung in Wien

Was ist Prostatakrebs?

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung des Mannes in Österreich; jedes Jahr wird sie bei mehreren tausend Männern neu festgestellt. Die Erkrankung entsteht in der Vorsteherdrüse, meist in der äußeren Zone, und wächst in vielen Fällen langsam.

Das Spektrum reicht von Tumoren, die über Jahre keine Behandlung brauchen, bis zu aggressiven Formen, die rasch behandelt werden müssen. Genau diese Unterscheidung ist der Kern einer guten Beratung – sie entscheidet, ob Beobachten, Operieren oder Bestrahlen der richtige Weg ist.

Im Frühstadium verursacht Prostatakrebs in der Regel keine Beschwerden. Symptome wie ein abgeschwächter Harnstrahl, häufiger Harndrang oder Blut im Harn oder Sperma treten meist erst bei fortgeschrittenen Tumoren auf – oder haben eine gutartige Ursache wie die Prostatavergrößerung.

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Diagnose: vom PSA-Wert zur Biopsie

Ausgangspunkt ist meist ein erhöhter PSA-Wert oder ein auffälliger Tastbefund. Ein einzelner erhöhter Wert bedeutet noch keinen Krebs – Entzündungen, eine vergrößerte Prostata oder körperliche Aktivität können ihn ebenfalls anheben. Deshalb wird der Wert kontrolliert und in den Verlauf eingeordnet.

Bleibt der Verdacht bestehen, folgt eine multiparametrische MRT der Prostata. Sie zeigt, ob und wo ein verdächtiges Areal liegt (PI-RADS-Klassifikation). Nur wenn MRT oder Risikoprofil es rechtfertigen, ist eine Biopsie nötig – heute gezielt als MRT-Fusionsbiopsie, bei der die MRT-Bilder live mit dem Ultraschall überlagert werden.

PSA-Bestimmung und Verlaufskontrolle, bei Bedarf weitere Marker Tastuntersuchung und Ultraschall der Prostata Multiparametrische MRT (PI-RADS-Klassifikation) MRT-gezielte Fusionsbiopsie Bei bestätigtem Tumor: Risikoeinstufung (ISUP-Grad, PSA, Stadium), bei Bedarf PSMA-PET/CT

Behandlungsmöglichkeiten bei Prostatakrebs

01.
Aktive Überwachung (Active Surveillance)

Bei Tumoren mit niedrigem Risiko ist eine sofortige Behandlung häufig nicht notwendig. Der Tumor wird mit regelmäßigen PSA-Kontrollen, MRT und Kontrollbiopsien engmaschig beobachtet; behandelt wird erst, wenn er sich verändert. So bleiben Kontinenz und Potenz erhalten, ohne die Heilungschance zu verschlechtern.

02.
Robotisch assistierte radikale Prostatektomie

Bei lokal begrenztem Tumor mit mittlerem oder hohem Risiko ist die vollständige Entfernung der Prostata der Standard. Ich führe sie minimalinvasiv mit dem Da-Vinci-System durch – mit nervenschonender Technik, wo es der Tumor erlaubt.

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03.
Strahlentherapie

Externe Bestrahlung oder Brachytherapie sind gleichwertige Alternativen zur Operation, oft kombiniert mit einer zeitlich begrenzten Hormontherapie. Welche Option für Sie besser passt, hängt von Tumor, Alter, Begleiterkrankungen und Ihren Prioritäten ab – ich bespreche beide offen mit Ihnen.

04.
Medikamentöse Therapie

Bei fortgeschrittenem oder metastasiertem Prostatakrebs stehen Hormontherapie, neue antihormonelle Wirkstoffe, Chemotherapie und zielgerichtete Verfahren wie die PSMA-Radioligandentherapie zur Verfügung. Die Behandlung wird interdisziplinär im Tumorboard abgestimmt.

Häufige Fragen

Ist Prostatakrebs heilbar?

Ja, in den meisten Fällen. Wird der Tumor entdeckt, solange er auf die Prostata begrenzt ist, sind die Heilungschancen durch Operation oder Bestrahlung sehr hoch. Auch fortgeschrittene Erkrankungen lassen sich heute oft über viele Jahre kontrollieren.

Muss jeder Prostatakrebs sofort behandelt werden?

Nein. Tumoren mit niedrigem Risiko können unter aktiver Überwachung sicher beobachtet werden. Übertherapie zu vermeiden ist ebenso wichtig, wie aggressive Tumoren rechtzeitig zu behandeln.

Wie lange dauert es bis zur Operation?

Prostatakrebs ist kein Notfall. Zwischen Biopsie und Operation liegen sinnvollerweise einige Wochen, damit sich das Gewebe erholt und die Planung abgeschlossen ist – ohne dass sich die Prognose verschlechtert.

Lohnt sich eine Zweitmeinung?

Bei einer neuen Diagnose fast immer. Ich prüfe Ihre Befunde und MRT-Bilder und erkläre Ihnen, welche Optionen leitliniengerecht sind.

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