Gutartige Prostatavergrößerung
Behandlung in Wien

Was ist eine gutartige Prostatavergrößerung?

Die benigne Prostatahyperplasie (BPH) ist die häufigste Ursache für Beschwerden beim Wasserlassen bei Männern über 50. Die Prostata wächst mit dem Alter, engt die Harnröhre ein und behindert die Entleerung der Blase. Etwa jeder zweite Mann über 60 hat eine vergrößerte Prostata – nicht jeder braucht eine Behandlung.

Typische Beschwerden sind ein abgeschwächter Harnstrahl, verzögerter Beginn, Nachträufeln, häufiger Harndrang – besonders nachts – und das Gefühl, die Blase nicht vollständig zu entleeren. Unbehandelt kann es zu Harnverhalt, Blasensteinen, wiederkehrenden Infekten und Nierenschäden kommen.

Wichtig: Eine vergrößerte Prostata ist keine Krebsvorstufe. Die Beschwerden können jedoch denen eines Prostatakarzinoms ähneln, weshalb eine PSA-Bestimmung zur Abklärung dazugehört.

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Abklärung in der Ordination

Die Diagnose ist unkompliziert und schmerzfrei. Ich erfasse Ihre Beschwerden mit einem standardisierten Fragebogen (IPSS), messe den Harnstrahl (Uroflowmetrie) und bestimme per Ultraschall Restharn und Prostatagröße. Ein PSA-Wert schließt eine bösartige Ursache weitgehend aus. So lässt sich in einem einzigen Termin klären, ob und welche Behandlung nötig ist.

Beschwerdefragebogen (IPSS) und Anamnese Uroflowmetrie (Harnstrahlmessung) Ultraschall von Blase, Restharn und Prostata PSA-Wert und Harnbefund Bei Bedarf: Blasendruckmessung oder Zystoskopie
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Behandlung: von Medikamenten bis zum Laser

01.
Beobachten und Lebensstil

Bei geringen Beschwerden reicht oft eine Anpassung: abends weniger trinken, Blasenreizer wie Koffein reduzieren, Blasentraining. Regelmäßige Kontrollen stellen sicher, dass keine Komplikationen entstehen.

02.
Medikamente

Alphablocker entspannen die Prostatamuskulatur und wirken innerhalb weniger Tage. 5-Alpha-Reduktase-Hemmer verkleinern die Drüse über Monate. Beide lassen sich kombinieren. Nebenwirkungen wie Schwindel, Ejakulationsstörungen oder Libidoverlust bespreche ich offen mit Ihnen.

03.
ThuLEP / HoLEP – Laserenukleation

Wenn Medikamente nicht ausreichen oder Komplikationen auftreten, ist die Laserenukleation der Prostata heute der Goldstandard – unabhängig von der Größe der Drüse. Das überschüssige Gewebe wird durch die Harnröhre vollständig ausgeschält, mit minimalem Blutverlust, kurzer Katheterzeit und dauerhaftem Ergebnis.

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04.
Weitere operative Verfahren

Die klassische TUR-P, die Wasserdampf-Ablation oder das UroLift-Implantat haben in bestimmten Situationen ihren Platz – etwa bei kleiner Prostata oder wenn die Ejakulation unbedingt erhalten bleiben soll. Ich erkläre Ihnen, welches Verfahren zu Ihrer Anatomie und Ihren Zielen passt.

Häufige Fragen

Ab wann muss eine vergrößerte Prostata operiert werden?

Wenn Medikamente nicht mehr ausreichend wirken oder nicht vertragen werden, bei wiederholtem Harnverhalt, Blasensteinen, Blutungen, wiederkehrenden Infekten oder wenn die Nieren durch den Rückstau leiden. Ihr Leidensdruck ist dabei ein wichtiges Kriterium.

Ist die Laseroperation besser als die klassische TUR-P?

Die Laserenukleation entfernt das Gewebe vollständiger, blutet weniger und ist auch bei sehr großen Prostatae möglich, bei denen früher offen operiert werden musste. Die Ergebnisse sind dauerhaft, eine Zweitoperation ist selten.

Beeinträchtigt die Behandlung die Sexualität?

Die Erektionsfähigkeit bleibt durch ThuLEP/HoLEP in der Regel erhalten. Nach jeder Ausschälung der Prostata kommt es jedoch meist zur sogenannten trockenen Ejakulation, was ich vorab ausführlich mit Ihnen bespreche.