Blasenkrebs
Abklärung & Behandlung in Wien

Was ist Blasenkrebs?

Blasenkrebs (Harnblasenkarzinom) geht meist von der Schleimhaut der Blase aus. Männer sind etwa dreimal häufiger betroffen als Frauen; Rauchen ist der wichtigste Risikofaktor, gefolgt von beruflichem Kontakt mit bestimmten Chemikalien wie Farbstoffen, Gummi oder Lacken.

Rund drei Viertel der Tumoren sind bei Diagnose auf die Schleimhaut beschränkt (nicht-muskelinvasiv). Sie lassen sich endoskopisch durch die Harnröhre entfernen, neigen aber zu Rückfällen – eine konsequente Nachsorge ist daher entscheidend. Wächst der Tumor in die Blasenmuskulatur ein, ist eine umfassendere Behandlung erforderlich.

Das wichtigste Warnzeichen ist schmerzloses Blut im Harn – auch wenn es nur einmal auftritt oder von selbst wieder verschwindet. Ebenso sollten hartnäckiger Harndrang oder Brennen ohne nachweisbaren Infekt abgeklärt werden.

Diagnose bei Blut im Harn

Blut im Harn ist immer ein Grund für eine urologische Abklärung. Neben Harnbefund und Zytologie untersuche ich Nieren und Blase per Ultraschall. Den entscheidenden Blick in die Blase liefert die Zystoskopie – in meiner Ordination mit einem ultradünnen flexiblen Instrument, ambulant und in wenigen Minuten.

Bestätigt sich ein Tumor, folgen eine CT-Urografie zur Beurteilung der oberen Harnwege und die operative Entfernung des Tumors, die zugleich die Gewebeprobe für die genaue Einstufung nach Stadium und Grad liefert.

Harnbefund und Harnzytologie Ultraschall von Nieren und Blase Flexible Zystoskopie (Blasenspiegelung) CT-Urografie Transurethrale Resektion bzw. En-bloc-Resektion mit Histologie
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Behandlung von Blasenkrebs

01.
En-bloc-Laserresektion (ERBT)

Oberflächliche Tumoren entferne ich mit dem Laser in einem Stück, inklusive der darunterliegenden Muskelschicht. Das ermöglicht eine präzisere Beurteilung durch die Pathologie und eine vollständigere Entfernung als die klassische Resektion in Fragmenten.

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02.
Instillationstherapie (BCG oder Chemotherapie)

Um Rückfälle zu verhindern, wird je nach Risikoprofil ein Medikament direkt in die Blase eingebracht – einmalig nach der Operation oder als mehrmonatiger Zyklus mit BCG. Ich lege den Plan gemeinsam mit Ihnen nach den aktuellen EAU-Leitlinien fest.

03.
Radikale Zystektomie

Bei muskelinvasivem Tumor ist die Entfernung der Blase mit Harnableitung (Neoblase oder Stoma) die Standardbehandlung, meist nach einer vorbereitenden Chemotherapie. In ausgewählten Fällen kommt eine blasenerhaltende Kombination aus Resektion, Chemo- und Strahlentherapie infrage.

04.
Nachsorge

Nach jeder Blasenkrebsbehandlung sind regelmäßige Zystoskopien nötig – anfangs alle drei Monate. Die Nachsorge übernehme ich in meiner Ordination, damit Rückfälle früh und klein erkannt werden.

Häufige Fragen

Blut im Harn – muss ich sofort zum Arzt?

Ja, zeitnah – auch wenn es nur einmalig war und keine Schmerzen bestehen. Meist steckt eine harmlose Ursache dahinter, aber Blasenkrebs muss ausgeschlossen werden, und früh erkannt ist er gut behandelbar.

Ist die Zystoskopie schmerzhaft?

Mit einem flexiblen, ultradünnen Instrument und Gleitgel ist die Untersuchung für die meisten Patientinnen und Patienten gut verträglich und dauert nur wenige Minuten.

Wie hoch ist die Rückfallrate?

Nicht-muskelinvasive Tumoren kehren bei etwa der Hälfte der Betroffenen wieder, schreiten aber nur selten fort. Instillationstherapie und konsequente Nachsorge senken dieses Risiko deutlich.

Warum eine Zweitmeinung bei Blasenkrebs?

Die Entscheidung zwischen Blasenerhalt und Zystektomie oder für eine BCG-Therapie hat weitreichende Folgen. Als Mitglied eines EAU-Leitlinienpanels für nicht-muskelinvasiven Blasenkrebs helfe ich Ihnen, Ihre Befunde einzuordnen.

Zur Zweitmeinung