Kleine Blasentumoren,
behandelt in der Ordination

Behandlung ohne Operation

Die meisten Blasentumoren sind Tumoren mit niedrigem Risiko, die auf die innere Schleimhaut der Blase beschränkt sind. Sie können nach der Entfernung wiederkommen – deshalb die regelmäßigen Kontroll-Zystoskopien. Wird dabei ein kleines Rezidiv entdeckt, bedeutet das nicht automatisch eine weitere Operation in Narkose.

Mit der ambulanten Laserkoagulation behandle ich kleine Rezidive direkt in meiner Ordination. Eine feine Diodenlaser-Faser wird durch dasselbe dünne, flexible Zystoskop geführt, das auch für die Kontrolle verwendet wird, und verödet das Tumorgewebe – mit lokalem Betäubungsgel und ohne Spitalsaufenthalt.

Für Sie heißt das: weniger Operationen, weniger Ausfallzeit für Beruf und Familie, und eine Nachsorge, die ein Ordinationsbesuch bleibt.

Dünnes flexibles Zystoskop für die ambulante Laserbehandlung

Ist das für Sie geeignet?

Sie hatten bereits einen Blasentumor mit niedrigem Risiko Sie sind in regelmäßiger Kontroll-Zystoskopie Es wurde ein kleines Rezidiv gesehen, das Ihrem früheren Tumor ähnelt

Ob die ambulante Behandlung für Sie passt, entscheide ich individuell bei der Zystoskopie: anhand Ihrer Tumorvorgeschichte, der Größe, Anzahl und des Aussehens der Befunde sowie Ihrer Harnbefunde. Ist etwas unklar, empfehle ich stattdessen eine Resektion mit Gewebeuntersuchung.

In der Ordination oder im OP?

Beide Wege entfernen das Rezidiv. So unterscheiden sie sich für Sie.

Ambulante Laserkoagulation

in meiner Ordination
Betäubung
Lokales Betäubungsgel
Nüchtern
Nicht nötig
Zeit
Etwa 15–20 Minuten, oft direkt bei der Kontrolle
Spitalsaufenthalt
Keiner, Sie gehen gleich nach Hause
Katheter
Kein Katheter
Blutverdünner
Kein Absetzen nötig
Gewebeprobe
Nein, der Tumor wird verödet

Resektion (TURB)

im Spital
Betäubung
Vollnarkose oder Kreuzstich
Nüchtern
Erforderlich
Zeit
Eigener OP-Termin
Spitalsaufenthalt
Meist eine oder mehrere Nächte
Katheter
Oft für ein bis zwei Tage
Blutverdünner
Müssen oft pausiert werden
Gewebeprobe
Ja, vollständige Histologie

So läuft die Behandlung ab

01.
Bei Ihrer Kontroll-Zystoskopie

Ich untersuche die Blase mit dem dünnen, flexiblen Zystoskop. Sieht ein kleines Rezidiv aus wie Ihr früherer Tumor mit niedrigem Risiko, können wir die Behandlung gleich besprechen.

02.
Lokale Betäubung

Ein Betäubungsgel macht die Harnröhre unempfindlich. Keine Spritze, nicht nüchtern bleiben, kein Narkosearzt – und Ihre Blutverdünner nehmen Sie wie gewohnt weiter.

03.
Laserkoagulation

Eine feine Diodenlaser-Faser wird durch den Arbeitskanal des Zystoskops geführt. Der Laser verödet das Tumorgewebe mit einem kleinen Sicherheitsrand und verschließt dabei kleine Blutgefäße – es blutet kaum. Sie spüren eventuell etwas Wärme oder kurzen Druck.

04.
Am selben Tag nach Hause

Sie ziehen sich an und gehen gleich nach Hause, ohne Katheter. Leichtes Brennen beim Wasserlassen oder etwas Blut im Harn für einige Tage ist normal. Die nächste Kontroll-Zystoskopie findet wie geplant statt.

Was Sie wissen sollten

Weil der Laser das Tumorgewebe zerstört statt es zu entfernen, geht keine Gewebeprobe an die Pathologie. Deshalb eignet sich die ambulante Laserkoagulation nur für bekannte Rezidive mit niedrigem Risiko, und die regelmäßigen Kontroll-Zystoskopien gehen danach weiter.

Ist ein Befund größer, sieht er anders aus als früher oder sind Ihre Harnbefunde auffällig, empfehle ich stattdessen die En-bloc-Laserresektion mit vollständiger Gewebeuntersuchung.

Mehr zur Laserresektion